Buchmesse #fbm15

Die Buchmesse Frankfurt ist im 21. Jahrhundert angekommen – sie hat sogar einen Hashtag. Argh, ich soll ja nicht zynisch sein und in der Tat hatte ich heute einen wundervollen Tag auf der Buchmesse. Bewaffnet mit einer Ausstellerkarte durfte ich heute am Stand von Droemer-Knaur* sein, denn hier hatte ich ein paar Termine wegen .NEUSTART – aber alles der Reihe nach. Mein Freund Peter hat mich begleitet und war den Tag über mein Anker im Messetrubel. Danke Peter!

Das Team von Messestand ist unglaublich furchtbar freundlich zuvorkommend – anders kann ich es nicht sagen. Peter und ich (bewaffnet mit Mettsemmeln) hatten uns Sitzplätze gesucht und einfach ein wenig der allgemeinen Hektik zugeschaut. (Die Semmeln waren köstlich.) Mein Terminplan sagte, dass ich um 12 Uhr ein Gespräch mit Heiner Boehncke haben würde – ich war gespannt. Bis dahin war aber noch was Zeit.

boehnckeIch durfte Herrn Boehncke kurz vorher kennen lernen und ich muss gestehen, dass ich bei ihm vermutlich mein Stiúdium fertig gemacht hätte. Fantastische Person. Klug und witzig. Und er moderiert großartig. Irgendwo zwischen Professor und Marktschreier schaffte er es, die vorbeilaufenden Menschen zum Bleiben zu bewegen und uns 30 Minuten lang zu zu hören. Seine Fragen sind voller echter Neugierde. Das machte einfach Spaß.

signieren

Direkt danach war „signieren“ angesagt. Seit der Releaseparty in Berlin kann ich meinen Namen zwar nicht mehr schreiben, aber da können ja die Leute nix für. Ich hab so um die 20 Bücher signiert, gestempelt, mit Datum und Widmung versehen. Ich glaube, die Leute mögen vor allem den Stempel (und dafür hab ich ihn ja machen lassen).

interview_hrDas Interview mit dem HR war etwas anstrengend. Gefühlt wollte man mir in den Mund legen, dass ich für Netzsperren sei, wenn es denn der politischen Räson entspricht – ich kann mich da aber auch irren und ich bin gespannt, was dabei raus kommt, denn noch habe ich das Ergebnis nicht gesehen.

Noch ein paar Gespräche mit Buchblogger*innen und Mitarbeitenden am Stand und schwupp war es so weit: DPA Fototermin. Die Fotos kann ich euch nicht zeigen, aber was ich gesehen hab, war gut. Endlich Feierabend. Peter und ich sind dann losgezogen, denn ich hatte mich via Twitter mit Judith Holofernes verabredet. Sie hat gerade bei Tropen ihr Buch „Du bellst vor dem falschen Baum“ veröffentlicht – witzige und absurde Tiergedichte mit tollen Zeichnungen. Wie es sich gehört, haben wir nett geplauscht und Bücher getauscht:

Egal wie schön der Tag für mich auch war – etwas Schatten ist auch dieses Jahr wieder dabei.

Ich kann mich da Frau Berg nur anschließen – ich finde es falsch, diesen Personen eine Plattform auf der Buchmesse zu geben. Ich finde es auch falsch, der Jungen Freiheit einen Stand zu vermieten. Samstag ist ja dann Udo Ulfkotte bei denen. Wird auch nicht besser.

Die Antworten darauf sprechen Bände. Wo Licht ist ist auch Schatten, aber nur, wenn man den Schatten rein lässt. Denk darüber nach, Buchmesse. Und nächstes Jahr scheißt ihr auf die paar Kröten von der JF und lasst euren warmen Eröffnungsworten über Akzeptanz dann auch die entsprechenden Taten folgen.

(Alle Bilder von Peter Wenz)

 

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