Es ist nicht nur Orlando

Am 12. Juni 2016 hat ein Terrorist im Pulse Nachtclub in Orlando 38 Menschen erschossen und viele weitere verletzt. 49 Menschenleben hat der Angreifer im Endeffekt auf dem Gewissen. Alles, was wir bisher wissen, kann in der Wikipedia nachgelesen werden.

Meine Gedanken sind bei den Opfern, den Hinterbliebenen und bei allen anderen LGBTQI-Menschen, die jeden Tag in Angst leben, dass ihnen etwas zustößt.

Natürlich ist das auf der anderen Seite der Welt passiert. Ich lese gerade im Netz, dass „in unserem aufgeklärtem Europa sowas ja nicht passiert“, dass „die Amis halt mal ihre Waffengesetze in den Griff bekommen müssen“ und „Schwule(sic!) haben hier ja nix zu befürchten“.

Das ist falsch. Wir leben in einem Land, in dem sich immer mehr „homo-Heiler“ breit machen. (Eine Übersicht zu den Akteuren gibt es beim LSVD). Wir leben in einem Land, in dem LGBTQI angegriffen werden (hier eine Übersicht alleine für Berlin).

Aufgrund von Mobbing und offenem Hass gegenüber LGBTQI ist die Suizidrate von 12-25 jährigen homo- und bisexuellen Menschen vier bis sieben Mal höher, bei Trans*-Menschen sieht es noch schlimmer aus.

In Deutschland dürfen homosexuelle Paare nicht heiraten (verpartner gildet nicht), das Transsexuellengesetz ist ein Desaster. Offener Hass gegen LGBTQI durch in Parlamente gewählte Parteien. „Demo für Alle“ muss „Demo gegen Euch“ heißen. Ich könnte hier seitenweise weitermachen, aber dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

Ich sag mal so, „hier“ ist gar nichts gut. Und das müssen nicht die LGBTQI ändern, sondern ihr! Also los ihr cis Heteros und Heteras, bewegt euch mal und helft, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

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