Ich hab dann bald eine neue Handynummer, weil Telekom.

Die die die die ding. Wie sehr mich der Ton in der Hotline der Telekom nervt, aber hey, machmal braucht man die einfach. Warum? Nun ja, ich wollte unbedingt meine Nummer behalten. „Wie was? Wieso behalten, du hast sie doch schon?“ wirst Du Dir jetzt denken, aber das ist nur halb richtig:

Meine aktuelle Rufnummer läuft über einen Firmenvertrag. Ich bin schon lange aus der Firma ausgeschieden und aufgrund unglücklicher Umstände hat mein damaliger Chef es einfach verpeilt, den Vertrag zu kündigen und weil er ein netter Mensch it, erlaubte er mir, die Nummer zu behalten. Jetzt sollte es endlich so weit sein und im Mai läuft der Vertrag aus. Da der Firmenvertrag schon vor geraumer Zeit auslaufen sollte hatte ich mir damals rechtzeitig einen neuen Vertrag geklickt, der die Nummer übernehmen sollte. Ein sogenannter „Kreuztausch“ – der war damals (2015) noch möglich und ich war wirklich bereit, die horrenden Preise der Telekom zu bezahlen, um die Nummer zu behalten. Dieser Vertrag läuft im August aus.

Ich rief also frischen Mutes bei der Telekom-Hotline an und schilderte mein Anliegen, dass es nun ja so weit sei und welche Formulare man dafür ausfüllen müsse. „Also Herr Urbach, das geht nicht mehr. Die Technik™ hat Kreuztausch generell untersagt“. Huch? Sehr ärgerlich. Was es denn noch für Möglichkeiten gäbe, die Nummer doch in meine Hände gelangen zu lassen. „Ja Sie können ja den Vertrag übernehmen.“ – „Aber ich habe doch schon einen.“ – „ja das wäre halt ein zweiter Vertrag.“ – „Aha.“ Ich verabschiede mich von der wirklich freundlichen Person und gehe in mich.

Soll ich jetzt noch drei Monate einen zweiten Mobilfunkvertrag bedienen? 164,85 EUR extra zahlen? Habe ich das Geld übrig? Eigentlich nicht. Momentan muss ich auf jeden Euro achten und das ist eine Summe, die ich nur einmal in den drei Monaten habe und nicht zweimal (weil mein eigener Vertrag auch so viel kostet).

Ich rufe wieder an, denn ich habe einen Vorschlag: Ich übernehme den Vertrag für 24 Monate und gleichzeitig lässt mich die Telekom drei Monate vorher aus meinem eigenen Vertrag heraus. „oh, das müssen sie per Email klären, wir können das in der Hotline nicht entscheiden.“ Na gut, denke ich mir, schreibste eine Email. Ich schildere den Sachverhalt und fasse die Situation zusammen:

Wenn der Vertrag zu 0170 6340573 ausläuft übernehme ich den Vertrag für mindestens zwei Jahre und zeitgleich wird mein privater Vertrag zur Nummer 017x xxxxxxx vorzeitig beendet (er würde bis August 2017 laufen). Ich bekomme die Nummer, bedienen einen Vertrag und alle sind glücklich.

Die andere Option ist, dass der Firmenvertrag ausläuft, ich meinen privaten zum Ende der Laufzeit kündige und Sie und ich unglücklich sind.

Man könnte ja meinen, die Telekom will ihre Kunden glücklich machen. Ich bekomme eine Mail zurück, in der mir Lüge unterstellt wird, weil keine Notizen zu Gesprächen an der Hotline zu finden seien. Mein Routertelefonprotokoll sagt da was anderes, aber das ist der Telekom egal, denn in ihrem System können sie nichts finden. Und außerdem

Es tut mir leid, dass wir Ihnen dieses Mal nicht so entgegenkommen können, wie Sie es sich wünschen. Sie sehen, ich habe es mir nicht leicht gemacht und alle Einzelheiten abgeklopft, aber manchmal geht es nicht so, wie unsere Kunden es sich wünschen.

Dieses mal? Die Telekom ist mir noch NIE entgegen gekommen. Niemals auch nur einen Millimeter. Ich kenne auch keinen, dem sie jemals irgendwie entgegen gekommen ist. Am Ende bleibt, dass die Telekom lieber auf 1153,95 verzichtet (das wären die Kosten des Vertrages ab dem Ende der Laufzeit meines privaten Vertrags), alle unglücklich sind und ich mir jetzt überlegen muss, wie ich am sinnvollsten meine neue Nummer kommuniziere, die ich dann ab Mai haben werde. Denn den Vorschlag, die Nummer, die auf meinem aktuellem Vertrag läuft dann einfach weg zu werfen und dafür die Nummer des dann ausgelaufenen Firmenvertrages aufzuschalten, dem könne auch nicht entsprochen werden.

Wir haben 2017 und das Mitnehmen von Nummern im gleichen Unternehmen ist noch schwärzere Magie als das Mitnehmen zwischen verschiedenen Anbietern.

Ich hab dann bald eine neue Handynummer weil Telekom.

2 Gedanken zu “Ich hab dann bald eine neue Handynummer, weil Telekom.

  1. Die Portierung zwischen Anbietern ist gesetzlich reguliert, die Kundenfreundlichkeit der Telekom nicht. Wenn die Telekom eine nachträgliche Portierung in einen Vertag zulassen würde, wäre immerhin eine Portierung über eine Prepaid-card eines anderen Anbieters möglich für 50-60€.

    1. Selbst das macht sie so nicht. Die Firma müsste den Vertrag auf eine Prepaid-Karte ändern, die muss ich laden (weil ich die Nummer ja benutzen will), dann müssen wir die Prepaid Karte auf mich überschreiben und dann kann ich im August, wenn mein anderer Vertrag ausläuft, gebühren bezahlen und einen neuen Vertrag abschließen. Den Hassle dann nur, weil die -T– auf ihre drei Monate besteht und dann lieber Geld verliert als weiterhin welches zu verdienen.

      Nunja, jetzt sind beide Verträge geküdigt und ab demnächst hab ich halt eine neue Telefonnummer. Weil Telekom.

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