Immer diese selbsternannten Aktivist*innen

Ich muss ja jedes Mal lachen, wenn wieder so ne rechte Trötschachtel ankommt und sich beschwert, dass ich ja ein „selbsternannter“ Aktivist sei. Wenn ich so durch die Twitter-Mentions von Freund*innen gehe, ist das ein oft wiederkehrendes Muster. Jedes Mal frage ich mich dann auch kurz, was eigentlich deren Problem ist und dann fällt es mir wieder ein: Wir haben ja alle nicht die 3-jährige Aktivist*innen-Ausbildung gemacht, geschweige denn die 2-jährige Fortbildung zum:r Aktivismus-Fachwirt*in. Wir sind da einfach Autodidakten und diese ganzen Pansen da draußen, die kommen halt nicht drauf klar mit ihrer 2-jährigen Stammtischausbildung und der halbjährigen Fortbildung zum Patrioten, da hat man ja schließlich was vorzuweisen. Nicht so wie diese linken Gutmenschen! (Und das auch noch ohne Diplom!)

Doch was ist eigentlich genau das Problem für die Trötnasen? Es ist doch sehr einfach: Sie haben Angst vor den linken Aktivist*innen, vor den Feminist*innen, denm wenn das irgendwann zu viele werden, dann haben die nachher noch Recht! Die glauben halt, dass sie irgendwo nur selbsternannt davor schreiben müssen und dann wäre das die Delegitimierung der angesprochenen Person die sich selbst als Aktivist*in deklariert hat!

Das letzte Mal, als sich einfach jemand zu etwas deklariert hat, haben die Alliierten die Niederlage Deutschlands und die Übernahme der Regierungsgewalt deklarierten und nun haben sie einfach Angst, dass diese linken Gutmensch-Aktivist*innen das auch tun. Aber dann ist es auch egal, ob da ein „selbsternannt“ davor steht oder nicht.


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