Es war CSD und nach eineinhalb Jahren Pandemie war es einfach ein unglaubliches Gefühl, endlich wieder gemeinsam auf der Straße zu sein und ein paar Stunden ein paar Kilometer Straße für „uns“ zu haben.

Wie jedes Mal wehten die verschiedenen Fahnen der verschiedenen queeren Communities und ich freu mich immer wahnsinnig, diese große Vielfalt an Identitäten zu sehen. Ich weiß, dass unter denen die auf dem CSD mitlaufen auch immer wieder Straight Allys befinden. Straight was?

Erstmals weht eine Regenbogenflagge vor einem Hamburger Gefängnis (Artikel auf queer.de), direkt neben der Deutschen und der Hamburger Fahne. Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) erklärt, warum die Fahne da nun hängt:

Lange Zeit wurden Homosexuelle hierzulande strafrechtlich verfolgt. Allein wegen ihrer sexuellen Orientierung wurden sie verhaftet und auch in Hamburg ins Gefängnis und ins KZ gebracht.“ Der Paragraf 175 stellte Homosexualität seit 1872 unter Strafe und „war noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Weltkrieg ein dunkles Kapitel im Strafgesetzbuch“ und weiter „Diese Erinnerung ist ein wirksames Gegengift gegen Ausgrenzung, Ungleichbehandlung und Intoleranz gegenüber LSBTIQ.“ und ich kotze im Strahl.