Reisepässe und Visa sind für einen Großteil der Weltbevölkerung essentiell um zu reisen. In Deutschland sind wir es gewohnt, innerhalb der EU ohne Reisepass zu reisen und bei den meisten Ländern entweder ohne Visum oder mit Sichtvisum, dass bei der Einreise erteilt wird, eine Grenze zu überqueren. Stand 18.08.2021 ist der Deutsche Reisepass der „mächtigste“ Pass der Welt, er ermöglicht eine visumfreie Einreise in 100 Staaten, in 35 Staaten mit Sichtvisum und nur für 59 Staaten muss vorher ein Visum beantragt werden1Quelle: Passport Index, abgerufen 18.08.2021. Der schwächste Pass der Welt ist mit gleichem Stand der aus Afghanistan: 3 Staaten erlauben eine Einreise ohne Visum, 27 erteilen ein Sichtvisum und 167 Staaten verlangen die vorherige Erteilung eines Visums2Quelle: Passport Index, abgerufen 18.08.2021. Für aktuelle Daten und auch alle anderen Reisepässe empfiehlt sich ein Besuch auf Passport Index.

Aber was machen Pässe eigentlich genau? Wie funktionieren sie? Was für ein Gedankenmodell steht dahinter und wieso haben wir sie immer noch?

HIV und Stigma ist eine niemals endende Geschichte. Lange habe ich darüber nachgedacht, was das Stigma für mich bedeutet und über die Jahre habe ich natürlich verschiedenste Diskriminierung aufgrund HIV erfahren (diese aufzuzählen wäre müßig). Viele Gespräche mit anderen positiven Menschen, Diskussionen mit auf Twitter und in anderen Medien, Vorträge von Expert*innen und natürlich meine eben angesprochene eigene Erfahrung brachten nicht so wirklich ein Ergebnis, denn das was ich sagen will, dafür fehlten mir die Worte. Bis jetzt.

Es war CSD und nach eineinhalb Jahren Pandemie war es einfach ein unglaubliches Gefühl, endlich wieder gemeinsam auf der Straße zu sein und ein paar Stunden ein paar Kilometer Straße für „uns“ zu haben.

Wie jedes Mal wehten die verschiedenen Fahnen der verschiedenen queeren Communities und ich freu mich immer wahnsinnig, diese große Vielfalt an Identitäten zu sehen. Ich weiß, dass unter denen die auf dem CSD mitlaufen auch immer wieder Straight Allys befinden. Straight was?

Erstmals weht eine Regenbogenflagge vor einem Hamburger Gefängnis (Artikel auf queer.de), direkt neben der Deutschen und der Hamburger Fahne. Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) erklärt, warum die Fahne da nun hängt:

Lange Zeit wurden Homosexuelle hierzulande strafrechtlich verfolgt. Allein wegen ihrer sexuellen Orientierung wurden sie verhaftet und auch in Hamburg ins Gefängnis und ins KZ gebracht.“ Der Paragraf 175 stellte Homosexualität seit 1872 unter Strafe und „war noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Weltkrieg ein dunkles Kapitel im Strafgesetzbuch“ und weiter „Diese Erinnerung ist ein wirksames Gegengift gegen Ausgrenzung, Ungleichbehandlung und Intoleranz gegenüber LSBTIQ.“ und ich kotze im Strahl.