Ready Player One

Am Freitag Abend flog ich nach Wien, um den den 40ten Geburtstag einer Freundin dort zu feiern. Da ich am Samstag wieder in Berlin sein musste, klickte ich mir einen Rückflug für morgens um 6:30 Uhr und da ich ja nur für eine Party dort war, hielt ich es für eine gute Idee, so wenig wie möglich mitzunehmen. Der Laptop blieb also zu Hause und damit die Tasche, in der ich ihn immer rumtrage. Am Flughafen fiel mir dann ein, was deswegen auch zu Hause geblieben ist: Das Buch, das ich gerade lese.

Zum Glück gibt es in der Wellblechhütte (Terminal C des Flughafen Tegel – Bild auf Wikimedia Commons) ein Geschäft, dass neben Zeitschriften, viel zu teuren Getränken und Süßigkeiten  und schrecklichen Mitbringseln (Gern geschehen Anita!) auch Bücher verkauft. Natürlich vor allem Best Seller und leichte Romantik, ein paar Kinder- und Jugendbücher. Ich hatte also nicht viel Auswahl und das einzige Buch, das ich bereit war zu lesen und das ich noch nicht gelesen hatte:  Ready Player One (RPO) von Ernest Cline (Wikipedia). 

Wenn es nicht Liebe ist, was dann?

Dann ist es Hass. Misogynie. Volle Verachtung. Oder? Ich weiß nicht, was es ist, wenn es das nicht ist. Ich weiß aber sehr wohl, dass das, was Julia Schramm hier in diesem Buch veröffentlicht hat, leider normal ist. Zusammen mit ihrem Mitherausgeber Johannes Finke hat Julia in ihrem Blog-Kommentaren gewühlt, in den Emails und DMs die sie erhalten hat. In der Jauchegrube der youtube-Kommentare und über Tellonym wurde sie auch fündig: Hass und sexualisierte Belästigung. Sorgfältig kuratiert, neu gesetzt und in der Originalrechtschreibung und -grammatik gehalten dürfen wir an Julias Inbox teil haben.